Einwendungs- / Einrede-Durchgriff

Abhängige Einwendungen und Einreden und die eingeschränkte Aktivlegitimation direkt geschädigter Gläubiger und Aktionäre, insbesondere nach der „Biber-Praxis“, kann den Einsatz des Korrekturbehelfs eines Einwendungs- bzw. Einrede-Durchgriffs erfordern.

Als beklagtenseitige Durchgriffs-Anwendungsfälle kommen bei teilweiser Geltendmachung des Gesellschaftsschadens durch einen Gläubiger in Betracht:

  • Persönliche Einwilligung des Gläubigers
  • Persönliche Mitverantwortung durch den Gläubiger

Weiterführende Informationen

  • Materiell-rechtliche Abwehr
  • Biber-Praxis
    • BGE 131 III 306 ff., Erw. 3.1.2 („Biber-Fall“)
    • GLASL DANIEL, Fall «Biber – unmittelbarer Aktionärsschaden in der aktienrechtlichen Verantwortlichkeit, ST 9/05 S. 692 ff.
    • GLASL DANIEL, Aktienrechtliche Verantwortlichkeit: Bestätigung des «Biber-Entscheids; Rechtsschutzinteresse des Abtretungsgläubigers; Zulassung der Verrechnungseinrede gegen den Verantwortlichkeitsanspruch, in: Jusletter 23.10.2006